Dr. Christine Lehmann
In belletristischen Texten kann man nicht gendern. Oder doch?
11. Oktober 2026, 10 bis 14 Uhr
Schriftstellerhaus Stuttgart, Kanalstraße 4
Doppelpunkte, Sternchen oder Unterstrich funktionieren in Verwaltungstexten, aber in Romanen oder Gedichten mögen sie als störend empfunden werden. Dennoch erwarten immer mehr Leserinnen, dass sie in der Weltbeschreibung unserer belletristischen Texte ebenfalls sichtbar werden. Die deutsche Sprache ist eine Sprache von Männern für Männer. Doch erst seit der bürgerlich geprägten Neuzeit gilt das generische Maskulinum rigoros als Norm. Das aber funktioniert heute nicht mehr. In dem Seminar will ich mit euch zusammen über Sprache nachdenken und nach Wegen suchen, vielfältiger zu formulieren. Patentlösungen habe ich keine, aber es gibt wesentlich mehr schöne Möglichkeiten, als wir gemeinhin denken.
Das Seminar ist für Schreibende gedacht, die sich mit dem Thema »geschlechtergerechte Sprache« in ihren Texten positiv beschäftigen möchten.

Christine Lehmann ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und Autorin zahlreicher Romane.