Seminare 2017

Lyrikseminar bei Carmen Kotarski: Vom Faszinosum zum Gedicht

8. – 10. Dezember in Stuttgart/Literaturhaus (Robert-Bosch-Zimmer)

Ein Zeileneinfall? Ein sinnlicher, melodischer Vorlauf? Oder ein intellektueller Reiz?

Wie kommt es vom Faszinosum zum Gedicht, und welche Wirkung hat es in dem poetischen Prozess?

Das Lyrikseminar gibt uns Raum, im literarischen Gespräch und in Werkstattrunden auf die Fragen zum Schreiben und zur Poetik einzugehen.

Die künstlerischen Mittel bestimmen sich aus dem entstehenden Text. Besonders die Lyrik hat ein weites Feld an Möglichkeiten zwischen radikaler Einfachheit und reicher Poetizität. Eine Kenntnis von diesen Formen und handwerklichen Techniken ermöglicht beim Schreiben das Ausloten der Sprache für jeweils dieses eine, bestimmte Gedicht – und stiftet zum Eigenen an, zum Erneuern, zur „Lust am Text“.

Damit werden wir uns auch anhand der Textarbeit befassen. Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Gedichte der Teilnehmer, auf die wir intensiv eingehen werden – aufmerksam darauf, wie ein Text angelegt ist und welche Ansätze sich zur Weiterarbeit zeigen.

Außerdem beziehen wir einen Blick auf literarische Beispiele aus der überlieferten und aktuellen Lyrik ein. Dabei werden wir auch auf die Position des eigenen Schreibens eine schärfere Sicht gewinnen und daraus unsere poetischen Möglichkeiten erweitern.

Erforderlich für die Teilnahme am Seminar sind fünf unveröffentlichte (oder noch im Entstehen begriffene) Gedichte und eine kurze biographischen Notiz, die bis 15. Oktober eingeschickt werden.

Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird aufgrund der eingesandten Texte vorgenommen.

Teilnehmerzahl: 10

Die Teilnahmegebühr beträgt 50 €, bei Hotelunterbringung – zwei Übernachtungen in einem Hotel in Stuttgart – beträgt sie € 110.

Anmeldungen bitte unter fdsinbw@gmx.de oder per Post an die Geschäftsstelle.

Hörspielseminar bei Markus Orths: 10. bis 12. November 2017 in Karlsruhe

Alljährlich finden im Karlsruher ZKM (Zentrum für Kunst und Medien) die ARD Hörspieltage statt. Alle Rundfunk-Sender stellen ein selbst produziertes Hörspiel vor. Aus diesen Beiträgen ermittelt eine Jury den begehrten Deutschen Hörspielpreis der ARD. Die Hörspiele können von den Zuhörern und Besuchern im ZKM angehört werden, anschließend diskutiert eine Jury öffentlich über das gehörte Werk, und am Schluss haben auch die Hörspielmacher (Regisseur, Autor, Redakteur) die Gelegenheit, Stellung zu nehmen und Fragen der Zuhörer zu beantworten.

Vom 10. bis 12. November findet parallel zu den Hörspieltagen wieder ein Hörspielseminar unter Leitung von Markus Orths statt. Dort werden die Teilnehmer einige Hörspiele und Diskussionen hören; selber im Seminarraum zu den Hörspielen Stellung beziehen; einige Grundlagen der Hörspielkunst kennen lernen; sie werden von Experten (in den letzten Jahren z.B. eine Hörspiellektorin, ein Regisseur und Produzent, eine Regisseurin, ein Redakteur des SWR) Fragen beantwortet bekommen; sowie selber eine Hörspielszene schreiben. Daneben kann die spezielle Atmosphäre dieser Hörspieltage eingeatmet werden: vom Besuch eines kleinen Ton-Studios, Performance-Aktionen und einem Live-Hörspiel bis hin zur „Nacht der Gewinner“ im Medientheater am Samstag Abend.

Das Seminar beginnt am Freitag um 14:00 Uhr. Dort wird gemeinsam ein erstes Hörspiel angehört. Gerne können die Teilnehmer schon früher kommen, die Hörspieltage beginnen bereits am Mittwoch. Ende des Seminars ist Sonntag gegen 12:00 Uhr.

Die Teilnahmegebühr beträgt 50 €.

Anmeldungen bitte unter fdsinbw@gmx.de oder per Post an die Geschäftsstelle. Bei der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten in Karlsruhe sind wir gern behilflich.

 

Markus Orths wurde 1969 in Viersen geboren, studierte Philosophie, Romanistik und Anglistik in Freiburg und lebt als freier Autor in Karlsruhe. 2017 erscheint sein elftes Buch, der Roman Max, im Hanser Verlag. Drei seiner Bücher sind in insgesamt sechzehn Sprachen übersetzt worden. Seine Texte wurden u.a. ausgezeichnet mit dem Telekom-Austria-Preis (2008) in Klagenfurt, dem Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld (2009) und dem Phantastikpreis der Stadt Wetzlar (2011). WDR, NDR und SWR sendeten in den letzten Jahren sieben Hörspiele, zuletzt „Wer auch immer“ (WDR 2015).  Der Film Das Zimmermädchen Lynn (nach dem Roman Das Zimmermädchen) kam 2015 in die Kinos. Weitere Informationen unter www.markusorths.de

Textarbeit aus Lektorenperspektive: Ania Faas

Das Seminar ist ausgebucht.

28./29. Oktober 2017 in Karlsruhe-Durlach – Hotel Der Blaue Reiter

In diesem Seminar geht es um das Lektorat. Für viele ein sensibles Thema: mein schönes Buch in den Händen eines gnadenlosen Kritikers? Brauchen wir den Lektor/die Lektorin heute noch, in Zeiten von Online-Publishing? Wozu dienen Lektoren, was machen sie eigentlich genau und wie sprechen Autor*in und Lektor*in am besten und zielführendsten miteinander? Und wie finde ich das Lektorat, das am besten zu mir passt?

Zwei Tage lang wird es darum gehen, wie Autor*innen ihr Buch am besten mit Hilfe des Lektorats zur Welt bringen und danach auch noch zu den Lesern. Praktische Übungen zeigen, was das genau bedeuten kann.

Für (zukünftige) Autor*innen, Lektor*innen und Redakteur*innen. Gern können eigene Texte mitgebracht werden.

Termin: 28. und 29. Oktober 2017 (Samstag: 11-16 Uhr, Sonntag: 10-14 Uhr)
Ort: Karlsruhe-Durlach, Hotel Der Blaue Reiter

Die Teilnahmegebühr beträgt 50 € und beinhaltet 1 Übernachtung/Frühstücksbuffet im Einzelzimmer.

Ania Faas lebt und arbeitet in Hamburg. Kennt als Autorin, Redakteurin und freie Lektorin beide Seiten. Freie Lektorate (Schwerpunkte Literatur, Philosophie, Postcolonial Studies) unter anderem für Gatza Verlag, Eichborn, Eichborn Berlin, Kellner Hamburg, Bollmann, Rowohlt, Hamburger Edition (Jan Philip Reemtsma), Fischer, Kiwi, Verlag Theater der Zeit.

Das Seminar ist ausgebucht.