Thaddäus-Troll-Preis 2020 für Kai Weyand und seinen Roman „Die Entdeckung der Fliehkraft“.

Kai Weyand, geb. 1968, absolvierte ein Studium an derPädagogischen Hochschule Freiburg. Er arbeitete als Lehrer im Strafvollzug, ist Mitarbeiter einer Sozietät und lebt bei Freiburg.

Aus der Begründung der Jury:  „Kai Weyands Roman Die Entdeckung der Fliehkraft schafft Bilder, die bleiben. Große Themen wie Liebe und Schuldwerden mit schwebender Leichtigkeit erzählt, in einer Sprache, die immer auch sich selbst reflektiert: Was ändert sich etwa, wenn eine Silbe verlorengeht, wenn die Liebe das Verliebtsein ablöst? Es sind kleine Alltagsbeobachtungen, die für mich das Leseglück dieses Buches ausmachen: dass man immer nur die Entfernung zum Glück misst, oder dass es Antworten gibt, die zwar nicht falsch sind, einen aber weder klüger noch glücklich machen.
Der Roman erzählt von Freundschaft, Beziehungen und der Kraft, mit der Gedanken und Entscheidungen auf das eigene Leben wirken. Der ruhige, niemals belehrende Erzählton lässt dabei Leserinnen und Lesern Raum, sich dazu in Beziehung zu setzen – und schafft so die Möglichkeit, nach der Lektüre ein wenig klüger, ein wenig glücklicher zu sein.“ (Iris Wolff)

Die Preisverleihung durch Staatssekretärin Petra Olschowski am 7. November im Rahmen der Baden-Württembergischen Literaturtage in Isny wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

Der Thaddäus-Troll-Preis ist mit 10 000 € dotiert und wird seit 1981 jährlich zum Andenken an den Schriftsteller Thaddäus Troll verliehen. Das Preisgeld stammt aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg und wird von einer unabhängigen Jury unter Leitung des Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg verliehen.

Bildnachweis: Dorothee Wetzel