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Seminare und Werkstätten 2013

Sie wollen wissen, wie es bei Förderkreis-Seminaren zugeht? Bitte: hier ein lyrischer Rückblick auf das Lyrikseminar vom 15. bis 17. Juni 2007.

– Bitte bei Interesse umgehend anmelden! –

Zu unserem großen Bedauern können wir unsere Seminare und Werkstattveranstaltungen nicht länger gebührenfrei anbieten. Die Seminargebühr staffelt sich demnach wie folgt:

  • für Hartz-IV-Empfänger: 25 Euro (bitte Nachweis in Kopie einreichen)
  • für freie Autoren, die eidesstattlich versichern, dass sie über keine regelmäßigen Einkünfte verfügen: 50 Euro (die Erklärung finden Sie hier als PDF-Datei.)
  • für alle übrigen Teilnehmer: 90 Euro

Diese Gebühr umfasst zwei Übernachtungen im Einzelzimmer sowie Halbpension von Freitagabend bis Sonntagmittag. Alle Förderkreis-Seminare dauern von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag.

Das Anmeldeverfahren

Anmeldeadresse: Bitte melden Sie sich bei der Geschäftsstelle über die angegebene Adresse oder über unser E-Mail-Formular mit vollständiger Adresse an.

Gebührenzahlung: Sobald Sie die Bestätigung bekommen haben, dass Sie teilnehmen können, überweisen Sie nach Aufforderung den Betrag auf das dann genannte Konto des Förderkreises.

Gültigkeit der Anmeldung: Ein Bewerbungsverfahren zur Auswahl der Teilnehmer gibt es nicht. Die Aufnahme (max. 14 Teilnehmer) erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldung. Eine Warteliste wird geführt. Bitte beachten Sie die zeitnahe Überweisung!

Seminare 2013

Auf einen Blick

1. bis 3. März 2013 Andrea Hensgen: Für Kinder schreiben
21. bis 23. Juni 2013 Carmen Kotarski: Lyrikseminar
12. bis 14. Juli 2013 Christine Lehmann: Sich bei Verlagen und Jurys erfolgsversprechend bewerben
4. bis 6. Oktober 2013 Mario Andreotti: Wie Dichtungen unserer Zeit verstehen? Von der literarischen Moderne zur Postmoderne
11. bis 13. Oktober 2013 Martin von Arndt: Erzählwerkstatt Roman und Novelle
9. bis 10. November 2013 Matthias Kehle: Selbstvermarktung für Autorinnen und Autoren off- und online

Andrea Hensgen

Für Kinder schreiben

Termin: 1. bis 2. März 2013
Ort: Hotel Mönchs Lamm, Schömberg
Referentin: Andrea Hensgen
Teilnehmerzahl: 12

Organisation, Anfragen und Anmeldung:

Förderkreis deutscher Schriftsteller
in Baden-Württemberg
Geschäftsstelle
Vivien van Straaten
Neckarhalde 28
72070 Tübingen

E-Mail: Geschäftsstelle

Läßt es sich erlernen, wie man ein gutes Kinderbuch schreiben kann?

Begeisterung und Ideen für’s Schreiben und Freude an Kindern kann niemand vermitteln, aber Techniken des Schreibens und Grundlagen der Kenntnis kindlicher Entwicklung.

Das Seminar beginnt mit einer Einführung in die Reifungsphasen des Kindes während des Kindergarten- und Grundschulalters. Dem Vermögen des Kindes in diesem Alter die Welt zu begreifen, entsprechen Märchen in ihrer Handlungs- und Figurenkonstellation in besonderer Weise.

Eine Vielzahl erfolgreicher Kinderbücher greift deshalb charakteristische Elemente und Strukturen des Märchens auf und verbindet sie mit gegenwartsbezogenen Themen.

Ausgewählte Beispiele solcher Märchenvariationen werden vorgestellt. Sie dienen als Anregung zum produktiven Umsetzen bekannter Märchenmotive in Form eigener praktischer Schreibübungen der Teilnehmer. Dieses eigene Schreiben und der gemeinsame Austausch der Ergebnisse steht im Mittelpunkt des Seminars. Hier tragen alle Ideen bei, um jeden der entstandenen Texte zu verbessern und und so jeden der Teilnehmer darin zu bestärken, den begonnenen Versuch zukünftig fortzuführen. Das Seminar endet mit einem Überblick über unterschiedliche Profile und Strukturen der Verlage im Bereich der Kinderliteratur, um Anfängern eine erste Orientierung auf dem Buchmarkt zu geben.

Carmen Kotarski

Lyrikseminar

Termin: 21. bis 23. Juni 2013
Ort: Hotel Mönchs Lamm, Schömberg
Referentin: Carmen Kotarski
Teilnehmerzahl: 10

Organisation, Anfragen und Anmeldung:

Förderkreis deutscher Schriftsteller
in Baden-Württemberg
Geschäftsstelle
Vivien van Straaten
Neckarhalde 28
72070 Tübingen

E-Mail: Geschäftsstelle

Ein Zeileneinfall? Ein sinnlicher, melodischer Vorlauf? Oder ein intellektueller Reiz? Wie kommt es von einem Faszinosum zum Gedicht, und welche Wirkung hat es in dem poetischen Prozess?

Das Lyrikseminar gibt uns Raum, im literarischen Gespräch und in Werkstattrunden auf die Fragen zum Schreiben und zur Poetik einzugehen.

Die künstlerischen Mittel bestimmen sich aus dem entstehenden Text. Besonders die Lyrik hat ein weites Feld an Möglichkeiten zwischen radikaler Einfachheit und reicher Poetizität. Eine Kenntnis von diesen Formen und handwerklichen Techniken ermöglicht beim Schreiben das Ausloten der Sprache für jeweils dieses eine, bestimmte Gedicht – und stiftet zum Eigenen an, zum Erneuern, zur „Lust am Text“.

Damit werden wir uns auch anhand der Textarbeit befassen. Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Gedichte der Teilnehmer, auf die wir intensiv eingehen werden – aufmerksam darauf, wie ein Text angelegt ist und welche Ansätze sich zur Weiterarbeit zeigen.

Außerdem beziehen wir einen Blick auf literarische Beispiele aus der überlieferten und aktuellen Lyrik ein. Dabei werden wir auch auf die Position des eigenen Schreibens eine schärfere Sicht gewinnen und daraus unsere poetischen Möglichkeiten erweitern.

Erforderlich für die Teilnahme am Seminar sind fünf unveröffentlichte (oder noch im Entstehen begriffene) Gedichte und eine kurze biographischen Notiz, die bis 15. Mai eingeschickt werden.

Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird aufgrund der eingesandten Texte vorgenommen.

Christine Lehmann

Sich bei Verlagen und Jurys erfolgsversprechend bewerben

Termin: 12. bis 14. Juli 2013
Ort: Hotel Mönchs Lamm, Schömberg
Referentin: Christine Lehmann
Teilnehmerzahl: 12

Organisation, Anfragen und Anmeldung:

Förderkreis deutscher Schriftsteller
in Baden-Württemberg
Geschäftsstelle
Vivien van Straaten
Neckarhalde 28
72070 Tübingen

E-Mail: Geschäftsstelle

Wieso nehmen die mich nie?

Es muss nicht immer daran liegen, dass der Text nicht gut genug ist oder nicht ins Verlagsprogramm passt. Vielleicht haben Sie sich ungeschickt präsentiert. Viele Verlage, aber auch Förderkreise und -vereine verlangen ein Exposé und eine Leseprobe. Bei all dem kann eine Autorin oder ein Autor viele kleine Fehler machen, die in der Summe Unmut erzeugen.

Ich bin nicht nur Autorin, ich stehe auch auf der anderen Seite und muss eingesandte Skripte beurteilen. Und da herrscht manchmal Ratlosigkeit. Der Text hat was, aber er hat auch Schwächen. Und wenn der Autor in seinem Exposé nur gesagt hätte, worauf es hinauslaufen soll. Oder wenn er oder sie nur nicht den Romananfang genommen hätte.

Und darum geht es: Wie sieht ein gutes Exposé aus? Wie ticken Lektor/innen und Jurymitglieder? Mit welcher Leseprobe präsentiert man sich am besten? Wie muss ein Text geschrieben sein, damit er gern gelesen wird? Und warum, verdammt, kommt es so sehr auf Äußerlichkeiten an?

Für diese Fragen und die, die Sie mitbringen, möchte ich meine Erfahrungen zur Verfügung stellen. Wir werden Exposés schreiben und uns mit den Texten befassen, die als Leseproben gedacht sind oder gedacht waren.

Das Seminar ist gedacht für Autorinnen und Autoren, die Verlag und/oder Förderung suchen und dies so professionell wie möglich machen wollen. Teilnehmerzahl ca. 12. Sie sollten genau das mitbringen, worüber wir reden wollen: ein Exposé des Projekts, an dem Sie arbeiten, und die Leseprobe, mit der Sie sich, wo auch immer, bewerben wollen (10 Seiten). Außerdem ein Schreibgerät, aber das versteht sich vermutlich von selbst.

Dr. Christine Lehmann, geb. 1958, lebt und arbeitet als Autorin (Krimi, Jugendbuch, Liebesroman, Hörspiele, Gebrauchstexte) und SWR-Redakteurin hauptsächlich in Stuttgart, hat seit Mitte der neunziger Jahre 26 Romane, viele Kurzkrimis, einige Sachbücher und etliche Aufsätze und Zeitungsartikel veröffentlicht. Sie ist Mitglied im Vorstand des VS Baden-Württemberg und Mitglied der Jury des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.

Mario Andreotti

Wie Dichtungen unserer Zeit verstehen?
Von der literarischen Moderne zur Postmoderne

Termin: 4. bis 6.Oktober 2013
Ort: Hotel Mönchs Lamm, Schömberg
Teilnehmerzahl: 14
Referent: Mario Andreotti

Organisation, Anfragen und Anmeldung:

Förderkreis deutscher Schriftsteller
in Baden-Württemberg
Geschäftsstelle
Vivien van Straaten
Neckarhalde 28
72070 Tübingen

E-Mail: Geschäftsstelle

Lesen wir etwa einen Roman von Felicitas Hoppe, eine späte Novelle von Martin Walser, ein Gedicht von Ulla Hahn oder ein Theaterstück von Urs Widmer, so haben wir es, wie die Literaturkritiker sagen, mit postmoderner Literatur zu tun. Doch was damit gemeint ist, bleibt uns vielfach verschlossen. Das will unser Seminar ändern: Es zeigt an vielen Beispielen aus der zeitgenössischen deutschen Dichtung auf, was sich unter der heutigen literarischen Postmoderne verstehen lässt und wodurch sich diese Postmoderne von der Moderne und selbstverständlich auch von der literarischen Tradition unterscheidet. Dabei gilt es, auch die sozial- und geistesgeschichtlichen Voraussetzungen des literarischen Wandels, vor allem den Wandel des Welt- und Menschenbildes während der letzten 200 Jahre, kurz nachzuzeichnen.

Das Seminar, das mit einem Impulsreferat zum Thema einsetzt, richtet sich ganz allgemein an literarisch Interessierte, aber auch an Autorinnen und Autoren, die nach aktuellen Formen des Schreibens suchen.

Mario Andreotti ist u.a. Dozent für Literarisches Schreiben an der Zürcher Fachhochschule für Angewandte Linguistik und Lehrbeauftragter für Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität St. Gallen. Er gilt als anerkannter Experte für die Literatur der Moderne.

Literatur: Mario Andreotti: Die Struktur der modernen Literatur. Neue Wege in der Textinterpretation. Erzählprosa und Lyrik. UTB 1127, 4. Aufl., Bern, Stuttgart, Wien 2009 (Haupt Verlag).

Martin von Arndt

Erzählwerkstatt Roman und Novelle

Termin: 11. bis 13. Oktober 2013
Ort: Hotel Mönchs Lamm, Schömberg
Referent: Martin von Arndt
Teilnehmerzahl: 10

Organisation, Anfragen und Anmeldung:

Förderkreis deutscher Schriftsteller
in Baden-Württemberg
Geschäftsstelle
Vivien van Straaten
Neckarhalde 28
72070 Tübingen

E-Mail: Geschäftsstelle

„Ein Künstler soll Freude empfinden über die Schwierigkeiten, die ihm die Mittel seiner Kunst bereiten; andernfalls geht er ihnen aus dem Wege und verfehlt die Möglichkeiten, die sie ihm bieten.“ (Charles Morgan)

Roman und Novelle gelten noch immer als die Königsformen des Erzählens. Vom politischen Gesellschaftsroman über den Entwicklungsroman, der die Reifung einer Persönlichkeit erzählt, bis hin zum Liebes-, Fantasy-, Historien- oder Kriminalroman: kaum eine andere Textsorte bietet eine solche Vielfalt an erzählerischen Einsatzmöglichkeiten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen in dieser Erzählwerkstatt ihre längeren belletristischen Prosaprojekte vor: Romane oder Novellen. Im Plenum besprechen wir deren inhaltlich-strukturelle und konzeptionelle Anlage, untersuchen Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten anhand des vorgelegten Exposés. In der anschließenden Textwerkstatt diskutieren wir den Stil, die Sprache, die Erzählperspektive und die erzählerischen Darbietungsformen des Textauszugs.

Erforderlich für die Teilnahme am Seminar sind ein Textauszug aus einem unveröffentlichten (oder noch in Entstehung begriffenen) Roman / einer Novelle von maximal 10 Normseiten (30 Zeilen à 60 Anschläge), sowie ein maximal dreiseitiges Exposé und eine kurze biographische Notiz.

All dies sollte spätestens vier Wochen vor dem Seminar verschickt werden an:

Dr. Martin von Arndt, Siemensstr. 1, 71706 Markgröningen, E-Mail

Matthias Kehle

Selbstvermarktung für Autorinnen und Autoren
off- und online

Termin: 9. bis 10. November 2013
Ort: Hotel Mönchs Lamm, Schömberg
Referentin: Matthias Kehle
Teilnehmerzahl: 12

Organisation, Anfragen und Anmeldung:

Förderkreis deutscher Schriftsteller
in Baden-Württemberg
Geschäftsstelle
Vivien van Straaten
Neckarhalde 28
72070 Tübingen

E-Mail: Geschäftsstelle

Große Verlage setzten ihren Werbeetat zunehmend nur für Bestseller ein, während sie ihre anderen, weniger erfolgreichen Autoren, zwar in den Verlagsprospekten aufführen, aber ansonsten kaum bewerben. Die Bestseller tragen die „Kleinen“ mit, ohne dass diese viel davon haben – die klassische Mischkalkulation. Mittlere und kleinere Verlage haben noch weniger Werbemittel zur Verfügung, sprich: Der Autor, die Autorin muss selbst aktiv werden. Das anzubietende Seminar wendet sich an all jene Kolleginnen und Kollegen, die diesem Dilemma entgehen und die Vermarktung – zumindest teilweise – selbst in die Hand nehmen wollen. Das Seminar soll u.a. darüber informieren, welche Werbemittel zu welchem Zweck „offline“ geeignet sind, etwa:

  • Flyer, Plakate, Handzettel etwa für Lesungen,
  • Pressetexte, etwa, wenn man einen Preis erhalten hat,
  • generell Pressearbeit und „Kontakte“ knüpfen.

Geklärt werden soll beispielsweise,

  • wie bio-bibliografische Angaben zu gestalten sind sowie
  • „auf Punkt“ zu schreiben, wenn etwa ein Veranstalter 600 Zeichen Lebenslauf fordert,
  • welche Anforderungen an ein Autorenfoto zu stellen sind,
  • bei welchen Stadtschreiberstellen oder Stipendien man sich bewirbt,

und anderes.

Was die Werbung „online“ betrifft, so ist zu klären:

  • Welche Anforderungen sind an eine Homepage zu stellen, wie soll sie inhaltlich und formal gestaltet sein (bringen „Zusatzangebote“ wie eine Fotogalerie etwas …)?
  • Brauche ich als Autor ein Blog, und was bringt mir das?
  • Kann ich mit dem Internet Geld verdienen?
  • Schadet oder nützt mir Facebook?
  • Wie baue ich mir ein Netzwerk auf?

Am Seminar sollte nicht mehr als 12 Personen teilnehmen, da Wert gelegt wird auf praktische Übungen, Diskussion über eigene Erfahrungen, Kosten, Alternativen zum Aufgezeigten etc. Die Teilnehmer sollten mindestens zur Hälfte Autoren mit Erfahrung sein, Erfahrung auch in Sachen Selbstvermarktung. Erfahrungen im Umgang mit dem Computer und Internet sind Teilnahmevoraussetzung, außerdem ein WLAN-fähiger Laptop für praktische Übungen während des Seminars.

Matthias Kehle, geboren 1967, lebt als Schriftsteller, Journalist und Kritiker in Karlsruhe. Seit 1987 belletristische und journalistische Veröffentlichungen, seit 1992 elf Bücher mit Gedichten und Prosa sowie das Sachbuch „Die Wanderbibel“ (zusammen mit Mario Ludwig). Diverse Auszeichnungen, u.a. das Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg. Kehle ist auch als Herausgeber und Berater für „Literatur-Events“ tätig. Derzeit ist er Landesvorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) in Baden-Württemberg, außerdem PEN-Mitglied.

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