Ermutigen und stärken

Ulrich Zimmermann zur Übergabe des Förderkreis-Vorsitzes an Renate Müller-Buck

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Foto: Christine Eigel

Ein halbes Leben lang dauert meine Beziehung zum Förderkreis: In der 2. Gruppenlesung nach der Gründung des Vereins 1973 stand ich auf der Liste der im Wilhelmspalais auftretenden Autoren. Es moderierte Ekkehart Rudolph. Weitere Einladungen folgten. Immer wieder nahm ich auch an Textwerkstätten und Seminaren teil, die u.a. von Imre Török und Cornelius Retting geleitet wurden.

Von 1985 bis 2004 veranstalteten und moderierten Christine Eigel und ich in Ettlingen, wo wir zusammen mit bildenden Künstlerinnen und Künstlern die „Ateliergemeinschaft Wilhelmshöhe“ gegründet hatten, regelmäßig Förderkreislesungen. Es kamen etwa hundert Autorinnen und Autoren zu Wort – schon bekannte, oft genug aber auch Debütanten.

1991 bewarb ich mich mit ersten Textproben aus meinem Romanprojekt „Der Festplattenbau“ erfolgreich um ein Stipendium und erfuhr so, wie ermutigend und stärkend es ist, wenn zu Beginn einer langen Arbeit dem Autor Förderungswürdigkeit bescheinigt wird.

Ab 1995 hatte ich sechs Jahre lang Gelegenheit, mich als Beisitzer im Vorstand in die Gegebenheiten und Gepflogenheiten einzufinden. Dann wurde 2001 für Martin Blümcke, der 12 Jahre lang den Verein mit väterlicher Umsicht geführt hatte, ein Nachfolger gesucht, und ich stellte mich zur Wahl – für eine von vornherein begrenzte Zeit.

Nun sind weitere sechs Jahre vergangen. Am 23. März wurde mir das Glück zuteil, das Amt an eine überaus sachkundige, literaturbegeisterte Nachfolgerin weitergeben zu können.

Ich wünsche Frau Dr. Müller-Buck, den „alten“ und neuen Vorstandsmitgliedern und der Geschäftsführerin viel Freude an (und wenig Ärger mit) der Arbeit für das Wohl der Autorinnen und Autoren in Baden-Württemberg und gebe gern Ratschläge – wenn man mich fragt.

Ulrich Zimmermann

Im April 2007