mit Carmen Kotarski

16-17. Oktober 2020 in Stuttgart

Literaturhaus (Robert-Bosch-Zimmer)

Von der Sprache, vom entstehenden Text sich leiten lassen,
und ein Formprinzip – das widerspricht sich nicht.
Es wirkt zusammen, führt zu Erneuerungen, zu besonderen Fügungen.

Da wir ja im Hölderlin-Jahr sind: Hölderlin ist ein Beispiel dafür. Er hat die Moderne vorweggenommen mit freien Zeilenbrüchen, die etwas Zusätzliches aufmachen, und anderem. Das Freie – mit genauer Wahrnehmung.

Bei Gedichten gibt es ein weites Feld an Möglichkeiten zwischen radikaler Einfachheit und reicher Poetizität. Eine Kenntnis von diesen Formen und handwerklichen Techniken ermöglicht beim Schreiben das Ausloten der Sprache für dieses eine, bestimmte Gedicht –
und stiftet zum Eigenen an. Damit werden wir uns auch anhand der Textarbeit befassen.

Im Mittelpunkt des Seminars stehen die Gedichte der Teilnehmer, auf die wir gemeinsam intensiv eingehen werden. Aufmerksam darauf, was ein Text beim Lesen auslöst und zeigt – etwa Bilder, Assoziationen, Gedanken – und darauf, wie der Text angelegt ist, welche sprachlichen Ansätze, welche Formen darin wirken. Und welche Ansätze sich zur Weiterarbeit anbieten können.

Erforderlich für die Teilnahme am Seminar sind fünf unveröffentlichte (oder noch im Entstehen begriffene) Gedichte und eine kurze biblio-biographische Notiz, die bis Ende April eingeschickt werden.

Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird aufgrund der eingesandten Texte vorgenommen. Bitte melden Sie sich bis zum 15. Juni 2020 bei der Geschäftsstelle an.

Seminargebühr: 90 €

Teilnehmerzahl: 10